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Warum ich mich bewusst für eine privatärztliche Praxis entschieden habe
AGNI KOSTOGLOU 25.08.2026
AERZTIN F.PSYCHOSOMATISCHE MEDIZIN & PSYCHTHERAPIE
Inhabrin von Psychopollarity
MEHR ZEIT ALS FLIESSBANDMEDIZIN
Immer wieder werde ich gefragt, warum ich mich bewusst für eine privatärztliche Praxis entschieden habe und keine kassenärztliche Zulassung besitze. Diese Frage ist berechtigt. Auf den ersten Blick scheint die Behandlung über die gesetzliche Krankenversicherung der einfachere Weg zu sein. Meine Entscheidung ist jedoch keine Abgrenzung gegenüber gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten – im Gegenteil. Sie ist eine bewusste Entscheidung für mehr Zeit, mehr diagnostische Tiefe und eine Medizin, die den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ich habe großen Respekt vor meinen kassenärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen. Sie leisten täglich Beeindruckendes – oft unter enormem Zeit- und Leistungsdruck. Das Problem liegt nicht bei den Ärztinnen und Ärzten, sondern im System. Wenn in kurzer Zeit möglichst viele Menschen versorgt werden müssen, bleibt zwangsläufig weniger Raum für eine differenzierte Diagnostik. Leitlinien sind medizinisch unverzichtbar, können jedoch die Komplexität individueller Lebensgeschichten und psychischer Erkrankungen nicht immer vollständig erfassen. Gerade deshalb habe ich mich bewusst für einen anderen Weg entschieden.
2. Hinter jedem Symptom steht ein Mensch
Gerade in der psychosomatischen Medizin begegnen mir immer wieder Menschen, die bereits eine lange Reise hinter sich haben. Sie erhielten unterschiedliche Diagnosen, nahmen verschiedene Medikamente ein und waren bei mehreren Behandlern. Trotzdem blieb häufig das Gefühl bestehen, dass zwar einzelne Symptome behandelt wurden, der eigentliche Kern ihrer Beschwerden jedoch nie wirklich verstanden wurde. Für mich beginnt gute Medizin deshalb nicht bei einer Diagnose, sondern bei der Frage: Wer ist der Mensch hinter seinen Symptomen? Mich interessiert nicht nur, welche Beschwerden heute bestehen, sondern auch, wie sich Persönlichkeit, Bindungserfahrungen, Lebensgeschichte, biologische Faktoren und bisherige Bewältigungsstrategien gegenseitig beeinflussen. Erst wenn all diese Puzzleteile zusammengefügt werden, entsteht aus meiner Sicht eine wirklich fundierte ärztliche Einschätzung.
3. Komplexe Diagnosen brauchen Zeit – nicht Minuten
Besonders deutlich zeigt sich dies bei neuroatypischen Profilen wie ADHS im Erwachsenenalter, Autismus-Spektrum-Ausprägungen, Hochsensibilität oder komplexen Traumafolgestörungen. Diese Menschen passen häufig nicht in starre diagnostische Kategorien. Ihre Symptome verändern sich mit den Lebensumständen, überlagern sich gegenseitig und treten oft gemeinsam mit Depressionen, Angststörungen, Schlafstörungen oder chronischer Erschöpfung auf. Dann reicht die Frage „Welche Diagnose liegt vor?“ allein nicht mehr aus. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: „Wie hängen all diese Beschwerden miteinander zusammen?“ Gerade bei ADHS zeigt sich das Dilemma unseres Versorgungssystems besonders deutlich. Viele Erwachsene warten monatelang oder sogar länger als ein Jahr auf einen Termin in einer spezialisierten Ambulanz. Während dieser Zeit bleibt das Leben jedoch nicht stehen. Studium, Beruf, Familie und Partnerschaft stellen weiterhin dieselben Anforderungen. Viele Betroffene versuchen deshalb verständlicherweise, ihre Symptome selbst zu regulieren – durch übermäßigen Koffeinkonsum, Cannabis, CBD-Produkte oder andere Formen der Selbstmedikation. Nicht selten entwickeln sich daraus zusätzliche Probleme wie Angststörungen, Depressionen, Suchterkrankungen oder chronische Erschöpfung. Was ursprünglich eine gut behandelbare neurobiologische Besonderheit gewesen wäre, entwickelt sich so im Laufe der Jahre zu einem deutlich komplexeren Krankheitsbild.
4. Verantwortung verändert den therapeutischen Prozess
Der eigentliche Schaden entsteht deshalb häufig nicht allein durch die Erkrankung selbst, sondern durch die verlorene Zeit bis zu einer angemessenen Diagnostik und Behandlung. Viele meiner Patientinnen und Patienten berichten rückblickend, dass sie schon Jahre zuvor gespürt hätten, dass etwas nicht stimmt. Doch sie hofften, irgendwann einen Therapieplatz zu erhalten oder dass sich ihre Situation von selbst verbessert. Erst nachdem zahlreiche Versuche gescheitert waren, entschieden sie sich bewusst, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Genau an diesem Punkt beginnt für mich häufig der eigentliche therapeutische Prozess. Verantwortung bedeutet dabei keineswegs Schuld. Niemand trägt die Schuld an einer psychischen Erkrankung oder einer neurobiologischen Besonderheit. Verantwortung bedeutet vielmehr, sich bewusst für den eigenen Heilungsweg zu entscheiden. Diese Entscheidung verändert häufig die gesamte therapeutische Dynamik. Menschen erleben sich nicht länger ausschließlich als Opfer ihrer Lebensumstände, sondern zunehmend als aktive Gestalter ihres weiteren Lebens. Dieses Erleben von Selbstwirksamkeit gehört aus meiner Sicht zu den stärksten therapeutischen Wirkfaktoren überhaupt.
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  • Abläufe straffen, Reibung reduzieren
  • Einfachheit statt Komplexität
  • Klar kommunizieren — durch Layout und Hierarchie
  • Nutzerbedürfnisse erkennen, bevor sie entstehen
5. Gute Medizin braucht Zeit, Vertrauen und Tiefe
sondern das, was danach geschieht. Krisen, Rückschläge oder gescheiterte Bewältigungsversuche zwingen uns manchmal dazu, unser bisheriges Leben neu zu betrachten und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Wachstum beginnt selten dort, wo alles reibungslos funktioniert. Es beginnt häufig genau in dem Moment, in dem wir den Mut finden, unserem Leben eine neue Richtung zu geben. Aus all diesen Gründen habe ich mich bewusst für eine privatärztliche Praxis entschieden. Nicht, weil ich möglichst viele Menschen in möglichst kurzer Zeit behandeln möchte, sondern weil ich jedem einzelnen Menschen die Zeit widmen möchte, die eine sorgfältige Diagnostik und eine nachhaltige Therapie benötigen. Mein Ziel ist nicht allein die Vergabe einer Diagnose oder die Verordnung eines Medikaments. Mein Anspruch besteht darin, gemeinsam mit meinen Patientinnen und Patienten die tieferliegenden Zusammenhänge ihrer Beschwerden zu verstehen und daraus einen individuellen, wissenschaftlich fundierten und zugleich menschlich tragfähigen Behandlungsweg zu entwickeln. Ich bin überzeugt: Gute Medizin beginnt dort, wo Zeit entsteht – Zeit zum Zuhören, Zeit zum Verstehen und Zeit, den Menschen hinter seinen Symptomen kennenzulernen. Denn jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine eigene Biologie und seine eigenen Erfahrungen mit. Genau dieser Einzigartigkeit möchte ich in meiner Arbeit gerecht werden.
„Die zwei wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wirst, und der Tag, an dem du herausfindest, warum.“ – Mark Twain“
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“ – Viktor E. Frankl
Warum sich eine Investition in Ihre Gesundheit langfristig auszahlt
Gesundheit ist keine Ausgabe – sie ist eine Investition in Ihre Zukunft. Eine privatärztliche Behandlung bietet die Möglichkeit, Beschwerden nicht nur kurzfristig zu lindern, sondern deren Ursachen gründlich zu verstehen und nachhaltig zu behandeln. Davon profitieren viele Patientinnen und Patienten weit über die eigentliche Therapie hinaus.
1. Präzisere Diagnostik statt reiner Symptombehandlung
2.Frühzeitige Behandlung verhindert Chronifizierung
3.3. Individuelle Therapie statt Standardlösungen
4. Mehr Diskretion und Schutz Ihrer persönlichen Daten
5. Mehr Lebensqualität durch nachhaltige Veränderung
Gemeinsam umsetzen, was zählt
Ob Projekt, Idee oder einfach eine Frage — schreiben Sie uns, und wir melden uns bei Ihnen.
Agni Kostoglou
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